Ende Oktober habe ich mit meiner Vizsla-Hündin Nasi am Harmonie-Mensch-Hund-Seminar teilgenommen. Bei diesem Seminar und an den darauffolgenden Tagen hat es bei mir so richtig „Klick“ gemacht.

Als Hintergrundinfo: Wir arbeiten seit dem Basisseminar im März 2019 körpersprachlich nach Jennys Trainingsmethoden mit unseren beiden Vizslas (Aras jetzt 2 Jahre und Nasi aktuell 1 ¾ Jahre). Aras ist seit Welpenalter bei uns und Nasi haben wir Ende Februar von einem Jäger aus Ungarn übernommen. Sie ist jagdlich ausgebildet und wird auch jagdlich geführt. Jagdliche Grundkommandos, Abruf auf Pfiff etc. hatte und hat sie wunderbar drauf. Doch die Aufmerksamkeit bei „normalen“ Spaziergängen, sowie das Vertrauen und die Aufmerksamkeit für ein harmonisches Mensch-Hunde Team mussten wir erst aufbauen. So hat sie uns beispielsweise anfangs in der Schleppe hängend auf den Hinterpfoten durch den Wald gezogen, ähnlich liefen Spaziergänge um den See ab – sofern Enten in der Nähe waren. Nach dem ersten Seminar und der erlernten „neuen“ Basis haben wir viel trainiert. Natürlich gab es auch Phasen, da dachte ich es geht nicht schnell genug voran.
Aber: Der Fleiß & die Geduld wurden belohnt!

Zum Folgeseminar Harmonie-Mensch-Hund war ich auch wieder mit beiden angemeldet. Leider war mein Bub erkrankt, sodass ich meine beiden Männer zu Hause lassen musste. Im Nachhinein war es für Nasi & mich sehr erfolgreich im kleinen Team intensiv das Gelernte zu festigen. Der Parcour mit den Hindernissen hat mir gezeigt, wie sehr Nasi mir vertraut. Und genau das war der Knackpunkt, dass auch ich in sie vertrauen kann. In den letzten 14 Tagen nach dem Seminar hatten wir unzählige Freudenmomente, gerne erzähle ich euch 3 davon:

Erlebnis 1:
Nasi läuft den kompletten 45-minütigen Spaziergang in Freifolge. Der Spaziergang führt über Feldwege, an Schafen vorbei & durch den Wald. Sie versucht nicht einmal vom Weg ab zukommen ist absolut bei mir. Wenn ich stehenbleibe, bleibt sie stehen. Wenn ich die Richtung wechsele folgt sie mir, wenn ich schneller laufe, läuft sie mit.

Erlebnis 2:
Wir gehen um den Erlauzwieseler See spazieren. An diesem wirklich kleinen See (Rundweg ca. 30 Min.) haben wir an diesem Tag ca. 150 Enten angetroffen. Nasi ist zwar an der Leine -da Leinenpflcht-, aber nur mit einer kleinen Korrektur zu Beginn ist sie schön bei mir geblieben und auf 4 Pfoten weiter mit mir gegangen. Mein Partner dachte er könne seinen Augen nicht trauen.

Erlebnis 3:
Wir gehen in Freifolge von zu Hause aus auf dem Feldweg spazieren. Unser Nachbar kommt uns mit 3 Hunden (nicht angeleint) entgegen. Die Hunde und Menschen kennen sich alle. Die 3 Hunde rasen auf uns zu und Nasi bleibt bei mir. Als die 3 Hunde bei uns angekommen sind, schütze ich Nasi und dann fragt sie mich, ob sie in Kontakt treten darf mit den anderen.

Danke liebe Jenny, es ist wundervoll die Früchte zu ernten!
Wir machen genauso weiter…

(Tina & Nasi im November 2019)