Wir haben Aron, also mein zukünftiges Vorzeigeobjekt für den (natürlich) perfekt erzogenen Hund, einen Tag nach seinem 1. Geburtstag bekommen. Er hatte in diesem 1 Jahr schon zwei Familien durch und wir sind Familie Nummer 3. Wir nahmen die Herausforderung an, da wir uns bedingungslos in ihn verliebt haben. Die Vorbereitungen für die täglichen Spaziergänge: ALLE RINGE RUNTER, „Kampfschuhe“ an, Leine irgendwie an einen vor Freude springenden Hund befestigen und dann ging es raus. Aron zog mich 3 Meter querfeldein..,zumindest Aron fand es richtig toll. Nach Außen muss es ausgesehen haben wie wenn ich den armen Hund schreiend und fluchend davon jage… Erziehung außer den Grundkommandos war ein Fremdwort. Das berühmte „Hiiiiiier“ war für ihn ein kurzer Blick zu mir, die Mittelkralle in meine Richtung streckend hätte noch gefehlt, er war ja im besten pubertären Alter. Ich hätte heulen können, ein „normales“ spazieren gehen und miteinander war fast nicht möglich.
Und dann kam Jenny.
Ich hab mit Aron das Basisseminar besucht und schon da merkte ich, dass es der richtige Weg für uns ist. Ich lernte wie ein Rudel funktioniert und wie ich Aron nur durch die Körpersprache mitteilen kann „Das war super!“, „Das war jetzt aber nicht so toll“ und „Lass es!“. Nach dem ersten Tag waren wir beide fertig und da merkte ich, wie die auf Leckerli getrimmten Gehirnzellen mal zu arbeiten begannen. Mein Puber-Tier machte etwas oder ließ es, weil ich es ihm in einer für ihn verständlichen Sprache sagen konnte und nicht weil ich getrocknete Lunge in der Jacke gebunkert habe. Der zweite Tag hat alles weiter gefestigt und ich hab verstanden, dass ich die Führung übernehmen muss und ihm somit viel von seinem Stress nehmen kann. Aron ist ein typischer liebevoller, rotzfrecher Labradorrüde, der es so richtig blöd findet, dass Jenny mir zeigt wie ich ihn richtig korrigiere und er plötzlich nicht mehr so darf wie gewohnt. Er nimmt es aber dankbar an und entspannt sich, sobald er merkt „Die „Junge“ da lässt mich sowieso nicht, also lass ich sie halt“. Mit der Mittelkralle im Hinterkopf startend ging ich voller Elan und Ausdauer in die Führungsposition und machte im Laufe der Zeit so manchen Fehler, den Jenny im TeamTraining natürlich sofort sieht und mich sofort korrigiert wie ich sein Verhalten zu korrigieren habe… !ch erkenne Aron und mich nicht wieder.

Ich will keinen perfekt funktionierenden Hund mehr haben, der sich ohne zu fragen von der nächsten Klippe stürzt nur weil ich es ihm gesagt habe… Nein, dank Jenny haben wir mittlerweile etwas viel schöneres, nämlich:
Ein perfekt funktionierendes Miteinander in unserer Mensch-Hund-Beziehung/Familie unter der Leitung von natürlich fast perfekt (erzogenen) „Rudelführern“.